Abenteuerliche Abfahrt vom Berg und Ankunft am Gardasee

Aber alles der Reihe nach: Heute Morgen sind wir wieder um 7.00 Uhr aufgestanden, und wie immer geduscht und ein kleines Frühstück und danach wurde es richtig spannend. Was wir nicht bedacht hatten, war das hier am Berg ja viele Klettersteige sind und dass es ja heute Samstag ist. Alle 10 Minuten kam ein Auto mit jungen Kletterer vom Tal hoch und Jürgen sagte noch „Ob das gut geht“. Wir warteten deshalb noch eine halbe Stunde um Bergab zu fahren, da ja der Weg sehr sehr eng, kurvenreich und steil nach unten führt.

Kurven und Nerven

Wir fuhren los und vor jeder Kurve haben wir laut gehupt und bereits an der ersten Kurve kam uns bereits ein Auto entgegen. Es war eng, aber machbar. Übernächste Kurve dasselbe und jetzt wurde es enger und es kamen gleich 2 Autos entgegen. Ein paar Kurven weiter war es dann soweit – ich musste mir meine Bärenaugen- und Ohren zuheben,. Ich höre jetzt noch in meinem Kopf Silvia laufend sagen: “ Das geht nicht, wir kommen nicht aneinander vorbei“. An der engsten Stelle kamen uns zwei größere SUV’s mit jungen Männer besetzt entgegen und fuhren sehr zarkhaft an den rechten Rand des Weges, denn dort ging es steil bergab. Es half nicht’s , da mussten wir nun durch. Spiegel einklappen und Zentimeter für Zentimeter ganz langsam vorbeifahren. Auf unserer Seite war purer Fels mit einigen Vorsprüngen und so dauerte die ganze Situation über 10 Minuten bis wir aneinander vorbei waren. Gefühlt war es ein halbe Stunde. Aber geschafft!! An den nächsten Kurven kam kein Fahrzeug uns mehr entgegen, aber wir haben trotzdem gehupt und gehupt.

Leider keine Sirmione Sightseen-Tour und Weingut

Untern angekommen und erst mal auf dem nächsten Parkplatz durchschnaufen und weiter geht die Fahrt in Richtung Sirmione am Gardasee. Wir fuhren über gut befahrene Landstraßen und ein Stück Autobahn und erreichten nach ca. 2 Stunden fahrt und vielen Staus endlich die Halbinsel am Gardasee. Dort wollten wir an einen Stellplatz direkt in der Nähe aufsuchen, da das Zentrum nicht mit Autos befahren werden darf. Wir waren schon öfters hier und freuten uns sehr darauf.

Aber je näher wir dem Zentrum kamen, je dichter wurden die Menschenmassen. Alle wollten das schöne Wetter ausnutzen um die Halbinsel zu besuchen. Wir leiben zwar Menschen, aber Menschenmassen müssen nicht mehr sein.

Also beschlossen wir umzukehren, denn wir kannten ja bereits Sirmione und beschlossen auf einen Stellplatz oberhalb von Bordolino in einem Weingut anzusteuern. Nach ca. 45 wunderschönen Kilometern am Gardsee entlang erreichten wir den Stellplatz. Aber bei der Ankunft erfuhren wir, dass alles belegt sei. Schade…

Bardolino – wir kommen

Wir waren ja schon öfters in dieser Gegend und kannten den Campingplatz Cisano. Dieser liegt wunderschön zwischen Bardolino und Lazise und ist sehr großflächig auf dem Gelände von alten Olivenplantagen angesiedelt.

Also nichts wie hin und siehe da: Es war noch etwas frei und zwar direkt in Ufernähe mit Seeblick. Normalerweise sind die Campingplätze am Gardasee sehr teuer, aber mit unserer ASCI Card kostet die Übernachtung für 2 Personen (und ein Bär) inklusive Kurtaxe 20,00 Euro.

Aufgebaut war schnell; Stühle raus, Tisch raus, Markise raus, Kaffeemaschine anschmeißen und die Lage bei tollem Sonnenschein genießen.

Aus Tradition

Aber das war doch noch was: Ja – der große Eisbecherbrauch. Alleine Jürgen war in seinem Leben bereits 14 Mal am Gardasee. Entweder mit Zelt, Anhänger, Wohnmobil oder Motorrad. Auch Silvia war schon öfters mit und immer gab es in Bardolino an der Strandpromenade diesen „Rießigen großen Eisbecher“. Das ist so Tradition und soll auch so beibehalten werden. Besonders Jürgens Freund, Kumpel und Motorradkollege Horst Zimmer, weiß mit Sicherheit was ich meine.

Also E-Scooter raus und die ca. 5 Kilometer Richtung Strandpromenade in Bardolino fahren. Das mit den E-Scootern funktioniert richtig gut und auch Silvia macht es jetzt einen Hammerspaß damit unterwegs zu sein.

An der Promenade waren viele Menschen unterwegs -fas wir in der Hauptsaison. Was uns aber auffiel, war dass viele Italiener dort spazierten. In der Hauptsaison hört man hier alles Sprachen außer italienisch. Also da war es wieder unser „Bella Italia“ und wir fühlten uns wie Zuhause.

Und der Eisbecher schmeckte immer noch so lecker wie vor vielen Jahren. Und jetzt eine Schweigesekunde für diesen Eisbecher………………………………………………………………………..

Mhhhhh – lecker.

Die Promenade von Bardolino

Nach dem Eisdielenbesuch gingen wir noch ca. 1 Stunde an der Promenade entlang und durchquerten die von uns so geliebte Altstadt von Bardolino. Es ist immer wieder wie eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Glücklich und zufrieden kehren wir nach einigen Stunden an unseren Campingplatz zurück, hatten aber aufgrund des großen Eisbechers noch keinen Hunger und so beschlossen wir noch mit den Scootern eine rund auf dem rießigen Areal der Campingplatzes herumzufahren. Wir kamen an 2 Plätzen vorbei und erinnerten uns – hier haben wir mit unseren Kindern Christina und Florian mit einem Zelt campiert und dort ist noch das Schwimmbad in dem Florian damals als Kleinkind so viel Spaß hatte… Ach war das schön… aber wir merken, dass wir langsam älter werden.

Aber zurück zur Gegenwart. Das Schwimmbad wird zur Zeit renoviert , aber wir können das Schwimmbad im gegenüberliegenden Campingplatz benutzen. Dies ist sehr modern und große und wir haben beschlossen morgen dort schwimmen zu gehen. Mal sehen ob das klappt. Mit den Scootern ist dies kein Problem, denn das Schwimmbad ist schon ne Ecke weit weg von unserem Platz.

Ausklang

Als wir zu unserem Van zurückkommen verspüren wir einen kleinen Hunger und essen ein Brot mit italienischer Salami und wie soll es anders sein – einem Glas Bardolinowein und Käse. Einfach aber so lecker…..

Wenn das Wetter mitspielt, dann bleiben wir noch 2-3 Tage und dann geht es weiter Richtung Österreich. Aber ich freue mich, denn Silvia und Jürgen wollen mir noch Larzise zeigen..

Ich freu mich auf morgen. Übrigends – wir haben heute nur wenige Fotos gemacht, aber dafür mehr Videos gedreht. Deshalb nur wenige Fotos. Sobald wir wieder daheim sind, geht’s an den Videoschnitt und dann gibt es passend zu diesem Blog die einzelne Videos auf YouTube. Spannend ist mit Sicherheit unsere Scooterfahrt und die abenteuerliche Abfahrt am Lago di Iseo. Jürgen hatte vergessen die Kamera auszuschalten und somit könnt Ihr das ganze Zenario im Video miterleben und mit schwitzen.

Wenn das Wetter mitspielt, dann bleiben wir noch 2-3 Tage und dann geht es weiter Richtung Österreich. Aber ich freue mich, denn Silvia und Jürgen wollen mir noch Larzise zeigen..

So das wars für heute und morgen freu ich mich auf den Gardsee, das Schwimmbad, das Faulenzen und auf das Nichtstun

Bärengrüße aus Bella Italia

Dein Herr Wobbel